Was ist rhönrad?

Die drei Disziplinen

erläutert von Brigitte Faber, Festschrift "75 Jahre Rhönradturnen, 39 Jahre Deutsche Meisterschaften"vom 13. - 14.10.2000, DJK Olympia Schönau

Geradeturnen


Das Rhönrad bewegt sich rollend auf beiden Reifen. Der Turner befindet sich dabei im Rad und bestimmt durch Körperverlagerung die Bewegungsrichtung. Beim Geradeturnen unterscheidet man zwischen zentralen und dezentralen Übungen.

 

Bei den zentralen Elementen befindet sich der Turner überwiegend im Radmittelpunkt, während er sich bei den dezentralen Elementen überwiegend außerhalb des Radzentrums befindet, wodurch eine besondere Schwungwirkung erzielt wird.

 

Bei dieser Disziplin unterscheidet man zwischen A-, B-, C- oder D-Teilen, die innerhalb einer vorgeschriebenen Anzahl von Bahnen geturnt werden müssen.

 

Beim Geradeturnen mit Musik versuchen die Turner die Musik durch ihre Bewegungen zu interpretieren. Daher werden die Ausführungs- und Haltungsvorschriften des 'traditionellen' Geradeturnens variiert.

 

Die Körperhaltung (Arme, Beine, u.s.w.) ist weitgehend freigestellt, Radstillstand und Zwischenschwünge sind erlaubt, die Anzahl der Bahnen ist nicht beschränkt. Der Aktive kann seine Kür in Harmonie zur Musik weitgehend frei gestalten.

Spiraleturnen


Beim Spiraleturnen bewegt sich das Rhönrad kreisförmig auf einem Reifen. Durch entsprechende Körperverlagerung hält der Turner das Rad auf der Kreisbahn und führt dabei verschiedene Übungen aus, die in einem Schwierigkeitskatalog in A-,B-, C- oder D-Teile (Höchstschwierigkeitsteile) eingeteilt sind.

 

Man unterscheidet zwischen der 'Großen Spirale', bei der der Neigungswinkel des Rhönrades über 60° liegen muss und der 'Kleinen Spirale', bei der der Neigungswinkel des Rades unter 30° liegt. Beide Spiralearten sind in den Übungen vorgeschrieben.

Sprung


Beim Sprung setzt der Turner das Rad von außen in Bewegung. Nach einem schnellen Anlauf und dynamischen Absprung gelangt der Turner auf das Rhönrad und erreicht durch kräftigen Abdruck bzw. Absprung eine Flugphase, um am Ende sicher auf der Matte zu landen. Man unterscheidet verschiedene Sprungarten (Salti, Überschläge, u.s.w.), die entsprechend ihrer Schwierigkeit eine unterschiedliche Höchstnote haben.

 

Während auf nationaler Ebene nur die männlichen Wettkämpfer den Sprung im Wettkampfprogramm haben, ist auf internationaler Ebene auch der Sprung für die Rhönradturnerinnen vorgeschrieben.


"Faszination Rhönradturnen!"